Das erste  Rennen  auf dem Nürburgring fand am 18./19. Juni 1927 statt. 85.000 Zuschauer sahen auf der 28,265 km langen Strecke Motorradfahrer in  8 Klassen starten. In die erste Siegerliste des Nürburgring trugen sich auch zwei Herren mit  den Namen Frentzen und Schumacher ein!

Der erste Sieger mit einem Rennwagen auf der Nordschleife war Rudolf Caracciola. Am 19. Juni 1927 siegte er auf Mercedes. Schnitt: 96, 5 km/h. Damit erhielt Rudi Caracciola als erster Rennwagenfahrer den goldenen Ring.

Der Porsche 909 (“Berg-Spyder”) verfügte vor seinem ersten Einsatz aus Gewichtsgründen nicht über eine Benzinpumpe und Tank, sondern über einen Druckspeicher. Der Druckspeicher bestand aus einer Titankugel. In dieser Titan-Kugel befand sich eine benzinfeste Gummiblase, in die der Kraftstoff eingefüllt wurde. Zwischen Kugel und Blase wurde Stickstoff mit max. 15 bar eingeblasen.

Dieses System wurde später wieder ausgebaut, da Probleme mit dem Motor (unregelmäßiger Lauf) auf dieses System zurückgeführt wurden.

Porsche mietete bereits 1969 einen IBM 360/40-Computer, um mit relevanten Daten (Streckenlänge, Steigungen, Kurvenradien, Getriebeabstufungen usw.) eine sogenannte Computer-Rundenzeit zu errechnen. 1979 setzte Porsche einen eigenen IBM 370-Computer ein, der wegen seiner speziellen Aufgabe “Porsche-Computer” genannt wurde.

Nach einem Vorstandsbeschluß der österreichischen VW-Tochter wurde die Sportabteilung der Porsche Austria Salzburg zum Jahresende 1974 geschlossen. “Porsche Salzburg” setzte die Typen 908 und 917 in der MWM ein und gewann u. a. 1970 mit Ahrens/Elford auch das 1000km-Rennen auf dem Nürburgring. In Le Mans fiel man im selben Jahr mit der legendären “25”, einem 917 Langheck, in Führung liegend aus.

BTW: Die “25” wurde von Ahrens/Elford gefahren. Über Kurt Ahrens, der zusammen mit Jo Siffert den ersten Sieg mit einem Porsche 917 einfuhr, und immer noch topfit ist, gibt es eine sehr interessante Website.

Beim 1000-km-Rennen von Kyalami 1983 setzte Porsche erstmals einen Wagen mit der Porsche-Doppel Kupplungsgetriebe (PDK) ein. Dieses System erlaubt Schaltvorgänge ohne Schubkraftunterbrechung.

1988 verlor Porsche die 24 h Le Mans nur knapp gegen Jaguar. Als Ursache galt bislang die Entscheidung von Klaus Ludwig, den anstehenden Boxenstop noch eine Runde hinaus zu zögern. In dieser Runde ging Ludwig, nach bisheriger Erkenntnis dann der Sprit aus. Ludwig selbst erzählt in seinem Buch von einer defekten Benzinpumpe. Das jedoch stimmt nicht. Peter Falk, damals Rennleiter bei Porsche, erzählte kürzlich wie es wirklich war. Demnach war der Grund für die Probleme der, daß sich Schmutz im Tank befand. Dieser Schmutz setzte sich am Sieb fest. Dadurch bedingt konnten die Fahrer den Tankinhalt nicht voll ausnutzen. Die Probleme wurden immer schlimmer, und am Sonntagmorgen mußte die “17” gar drei Runden früher als geplant an die Box. Es wurde erst so spät repariert, weil es unvermeidlich war, daß bei der Reparatur Sprit ins Cockpit lief.

1978 lud Porsche 60 namhafte Personen zum 1. Radrennen auf der Teststrecke in Weissach ein. Unter den Startern befanden sich große Namen wie Rudi Altig, Bob Wollek, Manfred Schurti, Rolf Stommelen, Edgar Dören, Yörn Pugmeister, Erich Zakowski, Hugo Emde und Manfred Kremer. Distanz: 15 Runden (=37,8 km). Aus Spaß wurde schnell blutiger Ernst. Erich Zakowski stürzte und zog sich einen Schlüsselbeinbruch und mehrere gebrochene Rippen zu. An der Spitze ging es richtig zur Sache. Nach 59 min. überquerten die Sieger das Ziel, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 38 km/h entspricht! Jede dritte Runde war ein Sprintrunde. Die schnellste Sprintrunde wurde mit einem Schnitt von über 42 km/h absolviert! Sieger wurde die Porsche-Radsport-Gruppe vor dem Martini-Porsche-Team. Böse Zungen behaupteten, das wäre auch nötig gewesen, da Porsche 1978 lediglich in Silverstone (mit dem 935 “Moby-Dick”) gewonnen hatte. In Le Mans und bei der Safari-Rally belegte man lediglich Platz 2.   

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1972 wurde ein Porsche 908 Langheck aus dem Museum geholt und bei den 24h von Le Mans eingesetzt. Hinter den überlegenen Matra-Simca belegte der Oldie, der in keinster Weise modifiziert wurde,  einen hervorragenden 3. Platz.

Abteilung “kuriose Überholmanöver”: Beim ersten Nachttraining zu den 24h von Daytona 1969, überschlug sich Henry Pescarolo mit seinem Matra-Prototyp bei einem Überholmanöver gegen einen 911 in der Steilkurve. Auf dem Dach dahinschleifend überholte er den Porsche 911 nochmals, bevor ihm dieser in’s Heck krachte.

1967 begann Porsche, als Folge von Rahmenbrüchen, die 1966 am Nürburgring auftraten, für jedes Lang- streckenrennen einen neuen Wagen zu bauen. So entstanden bis Juli 1967 32 Porsche 910, die dann nach und nach verkauft wurden.

Mit seinem Sieg bei der 82er Rallye Elfenbeinküste wurde Walter Röhrl der erste Doppel-Weltmeister der Rallye-Geschichte.

Beim 24h-Rennen von Le Mans 1970 verlor Ferrari  bei einem  einzigen  Unfall  vier  Werkswagen: Durch  das plötzliche  Ausweichmanöver  eines Alfa, prallte der Ferrari-Fahrer Regazzoni auf den langsam fahrenden Wissel- Ferrari.  Beide Wagen stellten sich quer und blockierten die Piste. Zwei weitere Ferrari jagten heran. Während Parkes das Unheil zu spät erkannte und in die beiden Ferrari raste, erkannte Derek Bell in einem weiteren Ferrari das Unheil rechtzeitig,  überdrehte aber beim Runterschalten das Triebwerk. Somit kamen gleich vier Ferrari auf die Ausfalliste, die, da nur 7 Wagen das Ziel sahen, diesmal besondes lang war.

Im April 1980 fuhr  Rolf Stommelen beim Auftakt zur DRM, im Porsche 935 auf dem Hockenheimring, in der Start- runde (!!!) mit 2.04,2 min. einen neuen Gruppe-5-Rundenrekord.

Am 24.06.79, beim DRM-Rennen  auf dem  Norisring,  fuhr Rolf Stommelen im Rennen mit 0.49,82 min. eine Zeit, die bis dahin  nicht mal  im  Training  erreicht wurde. Erst Stefan Bellof sollte es mit dem Werks-Porsche 956 im Jahre 1983 schaffen, diese Zeit im Rennen zu unterbieten.

Stefan Bellof gewann sowohl sein erstes Formel - 2 - Rennen, wie  auch  sein erstes Gruppe-C-Rennen. Beide Rennen fanden in Silverstone statt.

Dem  Holländer  Jan Lammers gelang   nach 10 Jahren  F1- Abstinenz (Holland 82 - Japan 92)  ein - wenn auch kurzes - Comeback als Formel-1-Fahrer.

Bei dem 12h - Rennen von Sebring 1970,  einem Lauf zur  Markenweltmeisterschaft,  belegte der  Schauspieler Steve McQueen, zusammen mit Peter Revson, auf einem Porsche 908 den zweiten Platz.

Bei  dem 24h Rennen von  Le Mans 1979  belegte der Schauspieler Paul Newman, auf einem Porsche 935, den zweiten Platz. Diese Leistung war durch den Nummer 1 Piloten, Rolf Stommelen,  der im Rennen pro Runde 20 sec. schneller war als Newman (und der Teameigner Dick Barbour), möglich.

1977 wurde ein Luftschiff mit einem  Porsche - Triebwerk ausgerüstet.  Das britische  Unternehmen Aerospace Developments Limited hatte das Luftschiff "AD 500", mit zwei Porsche 911-SC-Motoren bestückt.

Jean Rondeau ist der  erste Konstrukteur, der  mit dem  eigenen Auto die  24h von Le Mans gewann. Dieses Kunststück gelang ihm im Jahr 1980.

John Paul jr. stand mit einem Uralt-Porsche 908 1982 am Norisring auf der Pole-Position - vor dem neuen Porsche 956, der erstmals in Deutschland an den Start ging. Auch im, am selben Tag stattfindenden,  Oldtimer-Rennen stand ein Porsche 908 auf der Pole.

 

 

Schon Ende der sechziger Jahre setzte Porsche -zwecks Leichtbau- neben Magnesium und Titan auch Beryllium ein.  (vgl. “Porsche - Weltmeister durch technischen K.O.”, Seite 22)

 

 

 

 

Der  GP von Monaco 1984 drohte nachträglich gestrichen zu werden.

 

Quelle: Rallye Racing 07/1984

“Die Zuschauer können sich in Spa an der Geschwindigkeit berauschen. Man muß gesehen haben, wie die Wagen mit 260 km/h nach Burneville hinunterstoßen, in dieser langen Bergab-Rechtskurve Häuser und Gräben verachten, mit 220 km/h durch die Malmedy-Kurve driften, auf der Masta-Geraden zum Spießrutenlaufen zwischen Telegraphenstangen ansetzen, die 300 km/h-Grenze überschreiten und sich in eine schnelle S-Kurve einbremsen, anschließend in der langgezogenen Stavelot-Kurve eine Plakatwand überholen.”

[Helmut Zwickl 1969]

 

[RR19790872]

Das 1000km-Rennen in Monza 1985 mußte unterbrochen werden, weil wegen eines Sturms ein Baum quer über die Strecke gestürzt war.

Hans Klenk, Beifahrer von Karl Kling im Mercedes 300 SL, ist der Erfinder des Rallye-Gebetbuches. Bereits 1951 kam Hans Klenk auf die Idee, sämtliche Gefahrenstellen nach Kilometerzahl aufzuschreiben, um hohe Geschwindigkeiten bei geringem Risiko zu ermöglichen. 1952 wurde dies anläßlich der Mille Miglia erstmals umgesetzt.

[ams12018374f]

Das Ritual des Champagner verspritzen “erfand” Dan Gurney, anläßlich der Siegerehrung der 67er 24h von Le Mans.

Ein Fernsehreporter -und Stucks “Geschwätzigkeit”- waren die Ursache dafür, dass Stuck beim GP von Deutschland 1976 auf dem Nürburgring seinen hervorragenden vierten Startplatz nicht nutzen konnte: Als Stuck mit dem March auf dem Weg in die Startaufstellung war hielt ihn ein Fernsehreporter an und bat um ein Interview. Stuck meinte, er hätte keine Zeit weil er den Wagen in die Startaufstellung fahren müsse. Daraufhin entgegnete der Reporter, das könne doch ein Mechaniker erledigen. Stuck willigte ein. Der Mechaniker verbrannte dann auf der Anfahrt vom Fahrerlager hoch zur Strecke die Kupplung...

1981 verlor Niki Lauda bei Frank Elstner eine Wette. Lauda hätte deshalb eine Runde mit einem Tretroller über den Hockenheimring (6,8 km) fahren müssen. Wenige Stunden vor diesem Event jedoch verletzte sich Lauda die rechte Hand [wer glaubt das wirklich?]. Ein Jahr später fuhr Lauda dann mit einem Tretroller die 250 m lange Startgerade in Las Vegas  ab um seine Wettschuld zumindest ansatzweise zu begleichen. 

[RR11198222]

In dem Motorsport-Film “Bobby Deerfield” wurde der Hauptdarsteller, Al Pacino, in den Rennszenen von Carlos Pace gedoubelt.

[SA03197812]

Le Castellet 1981. Ferdi Kräling, schon damals einer der besten Motorsport-Fotografen, legte sich an der langen Geraden mit seinen Kameras auf die Lauer. Als dann Mauro Baldi bei ca. 300 km/h mit Jochen Mass kollidierte, war Kräling bereit und drückte auf den Auslöser. Leider vergeblich, denn schon vor dem ersten Bild war der Film voll. Es wären die einzigen Bilder des Unfalls gewesen. Angeblich ärgert sich Kräling noch heute über die verpassten Bilder...

[RR08198388]

 

Das Design der Lackierung des 78er Porsche 935 (“Moby Dick”) stammt von Arnold Ostle, aus der Porsche-Styling-Abteilung. Lackiert wurde das Fahrzeug von der Firma Haas in Bad Kreuznach.

[SA10197857]

1980 führte die Firma Longines ein Zeitmesssystem in der Formel 1 ein. Bis dahin wurden alle Zeiten mit der Hand gestoppt.

[SA061980135]

Rennwagen von Porsche mit der Chassis Nr. 007 haben eine einzigartige Historie:

Mit dem Chassis 007 stellte Rolf Stommelen 1969 im Porsche 917 einen neuen Rekord im Training der 24h von Le Mans  auf. Er stellte den Wagen im letzten 24h-Rennen von Le Mans mit traditionellem Le-Mans-Start auf die Pole, und fuhr zudem als erster Fahrer in Le Mans über 350 km/h schnell. Im Rennen führten Stommelen/Ahrens überlegen, bis ein technischer Defekt den Wagen aus dem Rennen riss.

Stefan Bellof fuhr mit dem Chassis 007 als erster und einziger Mensch auf der Nürburgring-Nordschleife einen Schnitt von über 200 km/h. Mit einer Zeit von 6:11,13 min deklassierte er die gesamte Konkurrenz um Welten. Im Rennen führte er lange, bevor ein Unfall im Pflanzgarten die Bellof-Show beendete.

Der Porsche 956-007 soll z. Zt. wieder aufgebaut werden. Zudem ist geplant, den Wagen nochmal auf der Nordschleife fahren zu lassen.
 

[RR19790873]

Angeblich wurde 1979 in der Nähe von Rendsburg eine Rennstrecke geplant. Zumindest war dies in der RR 1979 zu lesen - und zwar nicht in der April-Ausgabe! Sollte jemand (aus der Gegend?) mehr Informationen dazu haben, bitte ich um einen Hinweis.


Der offiziell schnellste strassenzugelassene Wagen der Welt kommt aus Dortmund. Der Edel-Tuner 9ff baute den 409 km/h schnelle Strassen-Porsche. Die Weiterentwicklung dieses Wagens, der 9ff GT9-R, verfügt über 1120 PS und soll 414 km/h schnell sein. Dieser Wagen wird in einer Kleinserie von 20 Wagen produziert.

Update Juli 2010: Mit 431 km/h hat ein Bugatti Veyron 16.4 Super Sport, Leistung ca. 1200 PS, den Porsche überboten. Die, in Kleinserie geplante Strassenversion des Wagens ist -aus reifentechnischen Gründen- auf 415 km/h begrenzt.

Michael und Jermaine Jackson wollten 1982 in die Endurance-WM einsteigen?

Na, ob das nicht mal nur ein Werbegag war?

[RR021982]

Bei der Targa Florio 1971 lag Larrousse mit seinem Porsche in Führung, als sein Porsche 908 einen Plattfuß bekam. Kein großes Problem eigentlich, da die Fahrzeuge damals lt. Reglement ein Reserverad mit sich führen mußten und sein Vorsprung gegen seinen direkten Verfolger, Lokalmatador Nino Vaccarella auf Alfa Romeo, ziemlich groß war. Larrousse stieg aus und wollte den Reifen wechseln. Was dann geschah beschreibt sein Teamchef, Hans Dieter Dechent, so:

«Mein Fahrer Larrousse hatte in Führung liegend einen Reifenschaden, doch es gab in dem 908 ein Ersatzrad. Als er versuchte, den Reifen zu wechseln, wurde er von den Zuschauern mit Steinen beworfen. So fuhr er mit plattem Reifen bis an die Box, dort war dann aber die Aufhängung kaputt.»

Vaccarella gewann das Rennen.